Bauernregeln.

April  
April macht das, was er will.
Wenn der April bläst in's Horn, steht es gut um Heu und Korn.
War's an Ambrosius schön und rein, wird's an Florian um so wilder sein. (4.4. / 4.5.)
Ezechiel, mach schnell, mach's fein, tu deinen Lein' ins Geld hinein. (zur Lein-Aussaat 10. April)
Hört Waltraud nicht den Kuckuck schrein, dann muss er wohl erfroren sein. (erinnerlich; 9. April)

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Mai  
Mairegen bringt Segen.
Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
Wenn Tränen weint der Stanislaus, werden blanke Heller draus. (Stanislaus = 7.5.; Heller = Silbergeld)
Pankraz, Servaz, Bonifazi, drei frostige Lumpazi. (= Eisheilige, 12.–14. Mai)
Heiliger Nepomuk, treib' uns die Wassergüss' zuruck! (Joh.Nepomuk = 16.5.)

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Juni  
Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind.
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird g'wiss das Getreide fetter.
An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht. (Medardus = 8.6.)
Hat Margret keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken rein. (Margret = 10.6.)
Wenn St. Barnabas bringt Regen, dann gibt's reichen Traubensegen. (Barnabas = 11.6.)
Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
(Siebenschläfer = 27.6.; die Differenz zu Gervasius könnte an den 10 Tagen der Kalenderreform liegen)
Funkeln heut' die Stern', spielt bald der Wind den Herrn. (siehe auch Szintillation)

 Aus Wikipedia: Artikel Bauernregel abgerufen am 21.03.2011. Der Text steht unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0

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